Bitte vereinbaren Sie bei Interesse an einem Unterrichtsfach eine Gratis-Schnupperstunde.
Musikschule Lindau
Holzblasinstrumente

Holzblasinstrumente

Die Oboe…

Vorfahren der Oboe sind schon im alten Ägypten oder im klassischen Griechenland zu finden. Kreuzfahrer brachten das Instrument in Form des Bomhards (Bombarde, Pommer) von Asien nach Europa. Aus den tiefen Instrumenten dieser Instrumentenart entwickelte sich das Fagott, aus den hohen die Oboe. Der entscheidende Schritt von diesen Instrumenten zur Oboe war getan, als statt in einer Windkapsel, in der das Doppelrohr frei schwingen kann, das Doppelrohrblatt direkt zwischen den Lippen des Spielers gehalten wurde.

Im 19. Jahrhundert übertrug der Instrumentenbauer Louis-Auguste Buffet die von Theobald Böhm erfundene Klappenmechanik der Flöte auf die Oboe. Bis ins 20. Jahrhundert setzten sich die Anstrengungen insbesondere französischer Instrumentenbauer fort, um die Mechanik der Oboe zu perfektionieren. Die Oboe gehört zu den Holzblas- instrumenten. Ihr Name ist vom französischen Ausdruck „haut bois“ (=hohes Holz) abgeleitet.

Im Gegensatz zu Klarinette und Saxophon, die zu den Einfachrohrblattinstrumenten gehören, wird die Oboe mit einem Doppelrohrblatt angeblasen. Dieses Rohrblatt bildet das Mundstück einer Oboe. Durch dieses besondere Mundstück wird der unverwechselbare Ton einer Oboe erzeugt. Wie bei den anderen Holzblasinstrumenten gibt es auch bei der Oboe Instrumente verschiedener Größe und Bauart. Auch hier spricht man von einer „Instrumentenfamilie“. Neben der üblichen Sopranoboe, mit der jeder Schüler beginnt, gibt es das sogenannte Englisch Horn. Diese Oboe ist größer und stellt in der Oboenfamilie den Alt dar. Manchmal hört man eine „Oboe d’amore“. Sie ist am unteren Ende etwas weiter gebaut und erzeugt einen besonders weichen Ton.

Oboenspieler sind sehr gefragte Leute. Oboen braucht man in jedem Sinfonieorchester und in jedem Blasorchester. Die jüngeren Oboenschüler spielen im Bläserspielkreis für Anfänger mit, später wechseln sie in ein größeres Ensemble. Auch in Kammermusikgruppen, wie z.B. einem Bläserquintett ist die Oboe ein wichtiges Instrument.

Oboe beginnt man mit ungefähr 8 Jahren. Jüngere Kinder spielen am besten zunächst Blockflöte und wechseln dann zur Oboe. Besonders empfehlenswert ist die Altblockflöte. Auch ältere Schüler und Erwachsene können Oboe lernen.

Die Klarinette…

ist um 1700 erfunden worden. Sie gehört zu den sogenannten Rohrblattinstrumenten, da der Ton mit Hilfe eines aus Rohrholz gefertigten Blättchens erzeugt wird. Bei der Klarinette gibt es wie bei den Blockflöten oder den Saxophonen eine ganze Instrumentenfamilie. Das heißt, es gibt Klarinetten in unterschiedlichen Größen, angefangen von der kleinen Es-Klarinette bis zur Bass- oder auch Kontrabassklarinette.

Mit 7 oder 8 Jahren kann man mit dem Klarinettenunterricht beginnen. Die bleibenden Schneidezähne sollten in Ordnung sein. Die Klarinette ist ein sehr vielseitiges Instrument. Die Klarinette eignet sich sowohl für klassische Musik als auch für moderne oder volkstümliche Musik und Jazz. Neben der normalen B-Klarinette gibt es noch die Bassklarinette, ebenfalls ein sehr interessantes Instrument, mit dem man in Klarinettenensembles oder im Orchester sehr gefragt ist.

Wer Klarinette spielen kann, kann auch relativ schnell auf Saxophon umsteigen. Für den Anfangsunterricht gibt es Leihinstrumente von der Musikschule. Neue Instrumente gibt es ab ca. 750.- bis 1000.- Euro. 

Das Saxophon…

Der Erfinder des Saxophons ist der belgische Musiker und Instrumentenkonstrukteur Adolphe Sax (1814-1894).

In den frühen 40er Jahren des 19. Jahrhunderts stellte Sax seine Erfindung in Paris vor, 1846 ließ er sie sich patentieren. Sax war nicht nur Produzent von Musikinstrumenten, sondern auch ausübender Künstler und Professor am Pariser Konservatorium. Obwohl aus Metall gebaut, wird das Saxophon zu den Holzblasinstrumenten gerechnet, da es ein ähnliches Mundstück wie die Klarinette besitzt.

Wie bei der Klarinette wird auch beim Saxophon mittels eines am Mundstück befestigten Blattes aus Rohrholz der Ton erzeugt.

Bereits Adolphe Sax baute das Saxophon in verschiedenen Größen und bildete daraus die sogenannte „Saxophonfamilie“. Das kleinste Instrument ist das Sopranino, das größte der Kontrabass. Die Hauptinstrumente sind Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon. Außer dem Sopran, das auch in gerader Form vorkommt, besitzen alle die typische Tabakspfeifenform.

Das Saxophon wurde bereits wenige Jahre nach seiner Erfindung im Sinfonie- und Opernorchester verwendet. In Blasorchestern ist es unverzichtbar. Es gibt zahlreiche Kammermusikstücke für Saxophon in Kombination mit anderen Instrumenten wie z.B. Klavier, Orgel oder Streichinstrumenten.

Das Saxophonquartett mit den vier Hauptinstrumenten ist eine beliebte Besetzungsform. Auch größere Saxophonensembles mit bis zu 8 verschiedenen Instrumentengrößen gibt es. Das Saxophon ist eines der Hauptinstrumente im Jazz. In der Big Band stellen 5 Saxophone den Saxophonsatz dar. Auch in Rock und Pop wird häufig das Saxophon eingesetzt. Wie bei kaum einem anderen Instrument erfordern die zwei Bereiche „Klassisches Saxophon“ und „Jazz- Saxophon“ unterschiedliche Spielweisen auf ein und demselben Instrument.

Ab etwa 8-9 Jahren kann man mit dem Saxophonunterricht beginnen. Kinder beginnen üblicherweise auf dem kleineren Altsaxophon. Der Wechsel auf ein anderes Saxophon stellt kein größeres Problem dar, da die Notenschreibweise und die Grifftechnik auf allen Vertretern der Instrumentenfamilie gleich ist.

Die Blockflöte

Was die Blockflöte von den anderen Instrumenten unterscheidet ist ihr ausgeprägtes „Familienleben“. Man spricht von der „Blockflötenfamilie“ und meint damit, dass Blockflöten in vielen Größen und Stimmungen gespielt werden. In einem „Flötenchor“ erklingen all die großen und kleinen Mitglieder der Blockflötenfamilie zusammen. Im Barock erlebte die Blockflöte eine Blütezeit, die sie zu bis dahin ungeahnter Virtuosität führte. Auch im Orchester wurde sie eingesetzt.

Im 20. Jahrhundert wurde eine unüberschaubare Fülle an unterhaltsamen und anspruchsvollen Blockflötenstücken komponiert. Interessant für Blockflötenschüler ist das Spiel im Ensemble. Das Zusammenspiel von Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassflöte macht den besonderen Reiz jedes Blockflötenensembles aus. Außer den vier genannten gibt es noch die kleinere Sopraninoflöte, das winzige Garkleinflötlein und den tiefen Großbaß, mit denen man das Blockflötenquartett erweitern kann. Auch mit anderen Instrumenten, z.B. Streichinstrumenten, Klavier oder Gitarre läßt sich die Blockflöte hervorragend kombinieren.

Man kann auf der Blockflöte klassische Musik ebenso wie Volksmusik und Unterhaltungsmusik spielen. In der Musikschule gibt es Blockflötenspielkreise und Blockflötenquartette. Die Blockflöte ist ein eigenständiges Instrument. Unterrichtsbeginn ist möglich im Grundschulalter oder auch später. Von jüngeren Kindern wird die Blockflöte häufig als Einsteigerinstrument benützt um später auf ein anderes Instrument zu wechseln. Auch Erwachsene können ihre Kenntnisse im Blockflötenspiel an der Musikschule auffrischen.
 

Die Querflöte

Das Anfangsalter für die Querflöte liegt zwischen 6 und 9 Jahren. Die bleibenden Schneidezähne sollten bereits vorhanden sein. Für besonders zierliche Kinder sind auch gebogene Kopfstücke, welche den Anfang sehr erleichtern, vorhanden. Mit normalem Fleiß kann man schon nach 1-2 Jahren in einem Spielkreis mitmachen.

Fortgeschrittene Spieler sind in der Jugendkapelle, im Jugendsinfonieorchester, als Kammermusikpartner für verschiedenste Musiziergruppen oder auch in einer der ortsansässigen Musikvereine herzlich willkommen.

Die Musikschule stellt Leihinstrumente für 1-2 Jahre zur Verfügung. Danach sollte an die Anschaffung eines eigenen Instrumentes gedacht werden. Der Anschaffungspreis für ein gutes Instrument liegt bei ca. 700.- Euro.